Innovationsverbund
Ostdeutschlandforschung


Stiftung Bauhaus Dessau

Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Tel.: (0340) 6508-250
Fax: (0340) 6508-226

Internet: www.bauhaus-dessau.de

Die Stiftung Bauhaus Dessau wurde im Jahr 1994 als gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet. Sie wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Stadt Dessau-Roßlau.
Die Stiftung Bauhaus Dessau ist ein Ort der Forschung, Lehre und experimentellen Gestaltung. Neben der Pflege, Erforschung und Vermittlung des Bauhauserbes beschäftigt sich die Stiftung insbesondere mit der Stadt - ihren Widersprüchen und ihrer kulturellen Kraft im Spannungsfeld zwischen Bevölkerungsentwicklung, Globalisierung und technologischer Revolution. Das neue Bauhaus stellt sich damit den urbanen Herausforderungen der Zeit, lotet Optionen für die Zukunft aus und entwickelt Entwürfe für Architektur, Design und darstellender Kunst.

Dabei versteht sich die Stiftung als eine Werkstatt, in der Mitarbeiter unterschiedlicher Disziplinen Projekte entwickeln und umsetzen. Bei allen Arbeiten greifen Forschung, Lehre und Gestaltung ineinander. Sie bauen aufeinander auf und ergänzen sich in den unterschiedlichen Projekten und Projektphasen. Zu den Mitarbeitern der Stiftung zählen u. a. Architekten, Stadtplaner, Soziologen, Kulturwissenschaftler, Künstler und Kunsthistoriker. Grundlage der Forschung ist die kritische Auseinandersetzung mit der Moderne, das heißt ihre reflexive Betrachtung und Auswertung für die heutige Lebensumwelt. Ihren Haupttätigkeitsfeldern entsprechend liegen die Forschungsschwerpunkte der Stiftung in der Bauhausgeschichte - hier besonders der Bauhaus-Rezeption in Ostdeutschland, der Geschichte von Architektur, Kunst und Design sowie der Analyse aktueller Fragen und Entwicklungen des Städtischen. Ziel der Stiftungsprojekte ist es, national wie international Zeichen zu setzen und zukunftsweisende Lösungen in Fragen der Gestaltung urbaner Räume anzubieten. Die Ergebnisse der Projekte werden in vielfältigen Formaten einer breit verstandenen Bildungsarbeit angeboten.

Die Kooperation im Netzwerk Ostdeutschlandforschung steht in engem Zusammenhang mit dem Projekt "Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010". Sachsen-Anhalt hat seit der Wende 17 Prozent seiner Bevölkerung verloren und steht damit für eine gesellschaftliche Gegenwart, die auch andernorts - insbesondere in Ostdeutschland - aktuell ist, und für eine Zukunft, die viele noch erwartet. Von 2003 bis 2010 wurden in 19 vom demografischen Wandel betroffenen Städten erfolgreich neue Werkzeuge des Stadtumbaus ausprobiert. Auf Leerstand und finanziellen Notstand können sehr wohl akzeptable Antworten gegeben werden. Zugleich ist eine wichtige Erkenntnis, dass man künftig - unabhängig von politischen Grenzen - ganze Regionen in den Blick nehmen muss, um nachhaltig und ressourcensparend Klima- und demografischen Wandel zu begegnen. An diese Erfahrungen kann man ostdeutschlandweit anknüpfen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der Stiftung.